‘Mikael Vogel wohnt schon in Hausach’, schreibt der Schwarzwälder Bote und zitiert aus der Laudatio von José F.A. Oliver für den neuen Stadtschreiber: ‘Mit dem Untergang dieser Tierarten atmen wir ins Greifbare, jeder Gedanke ist ein Mahnmal’
Mikael Vogel wird für seinen Gedichtband ‘Dodos auf der Flucht. Requiem für ein verlorenes Bestiarium’ mit einem LeseLenz-Stipendium als Stadtschreiber in Hausach ausgezeichnet! “Die Eleganz des Widerstands trägt den Namen Mikael Vogel. Wie ein Federkleid der Hoffnung”, heißt es in der Begründung der Jury.
EIne Meldung von Baden Online hier.
Foto: Sandra Fischer
Mit 'On Scarcity (Confessions of a Japanese Strychnine Eater)' ist im TRANSIT Journal der Berkeley University of California soeben Jon Cho-Polizzis Übersetzung eines meiner 'Sonagramme aus der Aussterbewelle' aus 'Dodos auf der Flucht' sowie des Gedichts 'Der Carolinasittich' erschienen. Alles online. Mitsamt einer wirklich wunderbaren Einführung durch Jon, die für mich zum Einsichtsreichsten gehört, was zu meinem Gedichtband geschrieben wurde. Das alles kann hier gelesen werden.
Foto: © Jon Cho-Polizzi
'Sein Drohen sah wie Gähnen aus' - den April über widmet sich der Lyrix-Bundeswettbewerb für junge Lyrik dem Beutelwolf! Mein Beutelwolf-Gedicht und das im Museum für Naturkunde Berlin ausgestellte Individuum, das bis zu seinem Tod 1904 im Berliner Zoo gelebt hatte, öffnen Assoziationsfelder und laden alle zwischen 10 und 20 Jahren dazu ein, eigene Gedichte einzusenden. 'Schreibt über verschwundene oder bedrohte Tiere, den Einfluss des Menschen auf die Tierwelt, Naturphänomene, wundersame und faszinierende Tiere. Oder übertragt die Gedichtzeile auf eine andere Situation: Wessen „Drohen sah wie Gähnen aus“? Wer war längst nicht so gefährlich wie befürchtet?"'
Foto: Beutelwolf, ©MfN
Am 27. Februar gibt es wieder Dodos im Radio! Für ihr neues Feature 'Rätselhafter Vogel. Kulturgeschichte des Dodo' habe ich die Kulturjournalistin Astrid Mayerle aus meinem Archiv mit dem Dodo-Genom versorgt, ihr vor dem Dodo-Imitat im Naturkundemuseum Berlin erzählt, wie Lewis Carroll zum Dodo kam, 'Dodos auf der Flucht' eingelesen und vieles mehr. Deutschlandfunk Kultur, 27. Februar 2019, 19:30 Uhr im Magazin 'Zeitfragen. Kultur und Geschichte'.
Die 'Dodos auf der Flucht' gehen in die 2. Auflage! Und das Buch wird um satte 18 Seiten dicker – Dodos XXXL auf sage und schreibe 272 Seiten. Nur 17 Tage nach Erscheinen starb das darin vorkommende letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn, gab es die Welt, wie der Band sie umschließt, nicht mehr. Und weil für mich nicht in Frage kam, sein Gedicht, das nun zu seinem Monument geworden war, nachträglich zu verändern, begann ich am darauffolgenden Tag mit der Arbeit an einer Aktualisierung in Form eines Essays, der nun am Ende des Buches hinzukommen wird und einen Stoff weiterverfolgt, der fast für immer in Veränderung begriffen zu bleiben droht. Fast.
Zum Frühlingsprogramm des Verlagshauses Berlin mit der Ankündigung der 2. Auflage der ‘Dodos’ geht es hier:
"Bestandsaufnahme des Verlorenen", “die berührenden Gedichte seien eine Hommage an das Tier” - die 'Dodos auf der Flucht’ erhalten das Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg.
https://www.boersenblatt.net/artikel-baden-wuerttemberg_foerdert_nachwuchsautoren.1581228.html
Die Kulturjournalistin Astrid Mayerle hat mich im Naturkundemuseum Berlin vor dem Dodo-Imitat für das Lyrikfeature "Letzter Koitus, letzter Tanz. Lyriker bedichten ausgestorbene Tierarten" interviewt. Ausstrahlung: 17 August 2018, 19:30 Uhr.
"Mikael Vogel zeugt mit den Mitteln der Lyrik von der Zerstörung unserer Welt, nicht abs- trakt, sondern mit besessener Konkretheit, die seine Gedichte aus dem Schonraum des Literarischen führt", schreibt Andreas Heckmann - die sage und schreibe neunte Besprechung der 'Dodos' ist in der neuen Ausgabe von 'Am Erker' erschienen!
Die für mich wichtigsten tier-mensch-ethischen Gedanken bislang zu 'Dodos auf der Flucht' hat Björn Hayer unter dem Titel "Die Stimmen der Natur" heute im Neuen Deutschland veröffentlicht.
"Vielleicht sind es am Ende daher zwei Wege, die zum Respekt gegenüber den übrigen Bewohnern des Planeten führen: Einerseits die Fähigkeit zur Perspektivübernahme, zum Verstehen der Nächsten, andererseits aber auch die Erkenntnis, dass es immer eine Leerstelle, etwas Unbekanntes geben wird. Eben jene Dunkelheit könnte den Menschen dazu anhalten, das Fremde nicht zu zerstören, sondern ihm seinen Platz zu gewähren. In beiden denkbaren Modellen ist Fantasie geboten. Geeigneter könnten die Bedingungen für poetische Zugänge kaum sein."
"Mikael Vogel bemüht sich in seinem Buch »Dodos auf der Flucht. Requiem für ein verlorenes Bestiarium« um die Sprengung der künstlichen Grenze zwischen Mensch und Tier.", schreibt Björn Hayer heute im Neuen Deutschland.
"Vom Dodo gibt es nur noch Museumsbilder. Sein trauriges Schicksal ist derweil zum Verdikt für eine neue Mensch-Tier-Ethik geworden, die dem animalischen Wesen eine Seele zugesteht."
In seiner "vermutlich letzten Zeitschriftenlese" schreibt Michael Buselmeier auch über die 'Dodos':
"Mikael Vogel verleiht denjenigen eine Stimme, die es nicht mehr gibt, evoziert eine Erinnerungskultur des Lebendigen. Sein fantastischer Gedichtband handelt von den Sonderlingen unter den Tieren, den Verlierern der Evolution oder der Begegnung mit den Menschen und der Globalisierung.", schreibt Simone Guski im Humanistischen Pressedienst. Wer mehr lesen möchte klicke auf den Säbelzahntiger!
"Auf 252 Seiten entfaltet Mikael Vogel in 'Dodos auf der Flucht' einen wunderbaren Atlas der ausgestorbenen Arten", schreibt Matthias Ehlers.
"Mit der Rede vom Tier ist immer auch die Rede vom Menschen" - Martina Weber hat mich ausführlich für die neue 'poetin' interviewt. 19 Seiten!, jetzt in der Nr. 24.